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Selbstrettungs- und Evakuierungsgerät


Wissenswertes über Selbstrettungs- und Evakuierungsgeräte


Was sind Selbstrettungs- und Evakuierungsgeräte und wann werden sie eingesetzt?

Selbstrettungs- und Evakuierungsgeräte ermöglichen es einer Person, einen gefährdeten Arbeitsplatz selbstständig und kontrolliert über ein Seil zu verlassen. Sie werden eingesetzt, wenn der reguläre Fluchtweg nicht mehr sicher erreichbar ist oder eine schnelle Evakuierung aus der Höhe erforderlich wird. Typische Situationen sind Brände, technische Störungen, blockierte Zugänge oder andere Notfälle auf mobilen Plattformen, Masten und Türmen.

Im Gegensatz zu komplexen Rettungssystemen für die unterstützte Personenrettung sind persönliche Evakuierungsgeräte auf eine schnelle Einsatzbereitschaft und möglichst einfache Bedienung ausgelegt. SKYLOTEC Selbstrettungsgeräte können direkt am Arbeitsplatz mitgeführt oder in unmittelbarer Nähe bereitgehalten werden, damit im Notfall keine wertvolle Zeit verloren geht.




Worin unterscheiden sich Selbstrettungsgeräte von klassischen Rettungsgeräten?

Bei der Selbstrettung verlässt der Anwender den Gefahrenbereich eigenständig mit einem dafür vorgesehenen Evakuierungsgerät. Klassische Rettungsgeräte werden dagegen häufig von einer zweiten, geschulten Person bedient und können zusätzlich Funktionen zum Anheben, Entlasten oder kontrollierten Ablassen einer verunfallten Person bieten.

Selbstrettungs- und Evakuierungsgeräte sind daher besonders sinnvoll, wenn Beschäftigte einen Arbeitsplatz im Notfall ohne externe Hilfe verlassen können müssen. Sie ersetzen jedoch kein vollständiges Rettungskonzept. Ist eine Person verletzt, handlungsunfähig oder nicht mehr in der Lage, das Gerät selbst anzuwenden, müssen ergänzende Verfahren für die Fremdrettung vorgesehen sein.




Welche Vorteile bieten vollautomatische Selbstevakuierungsgeräte?

Vollautomatische Selbstevakuierungsgeräte regulieren den Abseilvorgang selbstständig und erfordern während der Abwärtsbewegung keine permanente manuelle Steuerung. Dadurch können Bedienfehler reduziert und Evakuierungsabläufe im Notfall vereinfacht werden. Dies ist besonders relevant, wenn Anwender unter Stress, bei eingeschränkter Sicht oder in einer ungewohnten Gefahrensituation handeln müssen.

Gegenüber manuellen Abseilgeräten liegt der entscheidende Vorteil in der intuitiven Anwendung: Das System ist gezielt für die persönliche Notfall-Evakuierung ausgelegt und kontrolliert die Abwärtsbewegung automatisch. Kompakte Abmessungen und ein geringes Transportvolumen erleichtern es zudem, das Selbstrettungsgerät direkt an mobilen Arbeitsplätzen oder in persönlicher Reichweite mitzuführen.




Für welche Einsatzbereiche eignen sich persönliche Evakuierungsgeräte?

Persönliche Evakuierungsgeräte eignen sich vor allem für exponierte Arbeitsplätze, an denen im Notfall ein alternativer Fluchtweg nach unten erforderlich sein kann. Dazu gehören mobile Plattformen, Arbeitskörbe, Masten, Türme und andere hoch gelegene Arbeitsbereiche mit eingeschränkten Zugangs- oder Fluchtmöglichkeiten.

Entscheidend ist, dass die benötigte Seillänge, ein geeigneter Anschlagpunkt und ein freier Evakuierungsweg bereits vor Arbeitsbeginn festgelegt werden. Das Gerät muss so positioniert sein, dass es auch unter Notfallbedingungen schnell erreichbar bleibt. Selbstrettung darf daher nicht improvisiert werden, sondern muss Bestandteil der Gefährdungsbeurteilung und der betrieblichen Notfallplanung sein.




Welche Vorteile bietet das SKYLOTEC DEUS ONE für die Selbstrettung?

Das SKYLOTEC DEUS ONE ist ein kompaktes, vollautomatisches Selbstevakuierungsgerät für die persönliche Notfall-Evakuierung. Durch seine handliche Bauform kann es direkt am Körper beziehungsweise in einer kompakten Seiltasche mitgeführt werden und steht dadurch am Arbeitsplatz unmittelbar zur Verfügung.

Der automatische Abseilvorgang erfordert während der Evakuierung keinen zusätzlichen Eingriff in die Abwärtsbewegung. Das DEUS ONE ist für eine Person ausgelegt und wird mit einem besonders kompakten Hybridseil kombiniert. Je nach Ausführung ist das System mit Seiltasche oder in feuchtigkeitsgeschützter Verpackung erhältlich und kann damit an unterschiedliche Lagerungs- und Einsatzanforderungen angepasst werden.




Was ist bei Seillänge, Nutzergewicht und Evakuierungshöhe zu beachten?

Das Selbstrettungsgerät muss zur tatsächlichen Evakuierungshöhe und zum Gewicht des Anwenders passen. Die verfügbare Seillänge muss ausreichen, um einen sicheren Zielbereich zu erreichen. Gleichzeitig dürfen die für das jeweilige Gerät freigegebenen Belastungsgrenzen nicht überschritten werden.

Bei der Planung sind außerdem mögliche Hindernisse, Kanten, Fassadenvorsprünge, Windverhältnisse und Pendelbewegungen zu berücksichtigen. Eine zu kurze Seillänge, ein ungeeigneter Anschlagpunkt oder ein blockierter Abseilweg können die Evakuierung verhindern. Deshalb muss die komplette Fluchtroute vorab beurteilt und regelmäßig auf Veränderungen geprüft werden.




Welche Normen gelten für Selbstrettungs- und Evakuierungsgeräte?

Für persönliche Evakuierungsgeräte ist insbesondere die EN 341 relevant. Sie beschreibt Anforderungen an Abseilgeräte, die zur Rettung und Evakuierung eingesetzt werden. Je nach Produkt und Zielmarkt können zusätzlich internationale Anforderungen wie ANSI Z359.4 gelten.

Entscheidend ist jedoch nicht allein die angegebene Norm. Das Gerät muss ausdrücklich für die geplante Anwendung, das vorgesehene Nutzergewicht und die erforderliche Abseilhöhe freigegeben sein. Ebenso sind die Herstellerangaben zu Lagerung, Prüfung, Lebensdauer und Einsatzgrenzen verbindlich zu beachten.




Wie integriert man ein Selbstrettungsgerät in das Evakuierungskonzept?

Ein Selbstrettungsgerät muss bereits vor Beginn der Arbeiten in die Gefährdungsbeurteilung und das betriebliche Evakuierungskonzept integriert werden. Dabei werden geeignete Anschlagpunkte, Fluchtwege, Abseilhöhen, Nutzergruppen und mögliche Einschränkungen festgelegt. Ebenso muss geklärt sein, in welchen Situationen Selbstrettung möglich ist und wann eine unterstützte Rettung erforderlich wird.

Die Anwender müssen mit dem konkreten SKYLOTEC Evakuierungsgerät vertraut sein und die vorgesehenen Abläufe kennen. Regelmäßige Unterweisungen und praxisnahe Übungen sorgen dafür, dass das Gerät im Ernstfall schnell und korrekt eingesetzt werden kann. Erst die Kombination aus geeignetem Selbstrettungsgerät, erreichbarem Anschlagpunkt und trainiertem Evakuierungsablauf ergibt ein belastbares Notfallkonzept.

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