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Abseil- und Rettungsgeräte


Wissenswertes über Abseil- und Rettungsgeräte


Was sind Abseil- und Rettungsgeräte und wofür werden sie eingesetzt?

Abseil- und Rettungsgeräte ermöglichen das kontrollierte Abseilen, Retten und Evakuieren von Personen aus Höhen oder schwer zugänglichen Bereichen. Sie kommen sowohl bei geplanten Abseilvorgängen als auch in Notfällen zum Einsatz, wenn eine verunfallte Person nach einem Absturz angehoben, aus ihrer Sicherung entlastet oder kontrolliert abgelassen werden muss.

SKYLOTEC Abseil- und Rettungsgeräte werden unter anderem in der Industrie, der Windenergie, im Bauwesen, in der Seilzugangstechnik sowie bei Feuerwehr, Höhenrettung und technischen Rettungseinheiten eingesetzt. Das Sortiment reicht von kompakten Abseilgeräten wie SIRIUS und SPARK bis zu industriellen Evakuierungs- und Rettungsgeräten der MILAN-Serie.




Worin unterscheiden sich Abseilgeräte und Rettungsgeräte?

Abseilgeräte werden vor allem verwendet, um einen Anwender kontrolliert am Seil abzulassen, seine Position zu steuern oder Arbeits- und Rettungsmanöver durchzuführen. Professionelle Geräte müssen eine präzise Regulierung der Abseilgeschwindigkeit ermöglichen und auch bei regelmäßiger Nutzung zuverlässig funktionieren.

Rettungsgeräte sind dagegen stärker auf Evakuierungs- und Notfallszenarien ausgerichtet. Je nach Ausführung ermöglichen sie nicht nur das Abseilen, sondern auch das Anheben einer verunfallten Person. So kann diese beispielsweise zunächst entlastet und aus einem belasteten Verbindungsmittel gelöst werden, bevor sie kontrolliert abgesenkt wird. Für die Produktauswahl ist deshalb entscheidend, ob das Gerät für reguläre Seilarbeit, Selbstrettung, unterstützte Rettung oder eine vollständige Evakuierung vorgesehen ist.




Welche Vorteile bieten SIRIUS und SPARK bei Seilarbeit und Rettung?

SIRIUS und SPARK sind robuste Abseilgeräte für professionelle Arbeiten in der Höhe, Seilzugangstechnik und Rettung. Beide Geräte verfügen über eine intuitive Seilführung und eine widerstandsfähige Metallkonstruktion. Dadurch eignen sie sich auch für regelmäßige und anspruchsvolle Einsätze.

SIRIUS bietet durch Auto-Lock- und Anti-Panik-Funktion zusätzliche Kontrolle und reduziert das Risiko von Bedienfehlern. SPARK verzichtet bewusst auf eine Anti-Panik-Funktion und ermöglicht erfahrenen Anwendern schnelles, präzises und unterbrechungsfreies Abseilen. Welches SKYLOTEC Abseilgerät besser geeignet ist, hängt deshalb von der Erfahrung des Anwenders, dem gewünschten Bedienkonzept und dem konkreten Einsatzbereich ab.




Wann eignet sich das MILAN 2.0 für Evakuierung und kontrolliertes Abseilen?

Das MILAN 2.0 ist ein industrielles Evakuierungsgerät für kontrolliertes Abseilen und unterschiedliche Rettungsszenarien. Es eignet sich besonders für Arbeitsplätze, an denen im Notfall eine schnelle und planbare Evakuierung aus großen Höhen erforderlich ist.

Typische Einsatzbereiche sind Windenergieanlagen, Krane, Hochregallager, Türme und Industrieanlagen. Bei der Planung müssen unter anderem die erforderliche Abseilhöhe, die Anzahl der zu evakuierenden Personen, die vorgesehene Anwendung und die sichere Lagerung des Systems berücksichtigt werden. Das Rettungsgerät sollte deshalb immer Bestandteil eines standortspezifischen Rettungs- und Evakuierungskonzepts sein.




Welche Vorteile bietet das MILAN 2.0 HUB bei der unterstützten Rettung?

Das MILAN 2.0 HUB kombiniert die kontrollierte Abseilfunktion mit einer zusätzlichen Hubfunktion. Mithilfe des Handrads kann eine verunfallte Person zunächst ein kurzes Stück angehoben werden. Dadurch lässt sich ein belastetes Verbindungsmittel entlasten und lösen, bevor die Person anschließend sicher abgelassen wird.

Diese Funktion ist besonders bei der unterstützten Personenrettung relevant, beispielsweise nach einem Absturz in ein Auffangsystem. Gegenüber einem reinen Abseilgerät bietet das MILAN 2.0 HUB damit einen entscheidenden Vorteil: Retter können nicht nur die Abwärtsbewegung kontrollieren, sondern auch die für die Befreiung notwendige Aufwärtsbewegung durchführen.




Wann ist das MILAN 2.0 POWER für Rettungen über große Distanzen sinnvoll?

Das MILAN 2.0 POWER basiert auf dem MILAN 2.0 HUB und wurde für elektrische Rettungsvorgänge nach oben über größere Distanzen entwickelt. In Verbindung mit dem RESCUE DEVICE DRIVER kann die Hubfunktion elektrisch betrieben werden, wodurch körperlich anspruchsvolle Aufseilvorgänge deutlich erleichtert und beschleunigt werden.

Das System eignet sich besonders für Windenergieanlagen, Industrieanlagen, Schächte und andere Bereiche, in denen Personen über längere Strecken angehoben werden müssen. Gleichzeitig bleiben manuelle Bedienmöglichkeiten erhalten. Damit verbindet das MILAN 2.0 POWER eine leistungsfähige motorisierte Rettungsfunktion mit der erforderlichen Redundanz für professionelle Notfallszenarien.




Welche Vorteile bieten professionelle Rettungsgeräte gegenüber improvisierten Lösungen?

Professionelle Abseil- und Rettungsgeräte ermöglichen definierte, trainierbare und reproduzierbare Rettungsabläufe. Sie sind für konkrete Belastungen und Anwendungen entwickelt und erlauben eine kontrollierte Steuerung der Abseil- oder Hubbewegung. Improvisierte Lösungen erhöhen dagegen das Risiko von Bedienfehlern, unkontrollierten Bewegungen und unnötigen Verzögerungen.

Geräte wie SIRIUS, SPARK und die MILAN-Systeme decken unterschiedliche Aufgaben innerhalb eines Rettungskonzepts ab. Während SIRIUS und SPARK vor allem für kontrollierte Seilarbeit und Abseilmanöver eingesetzt werden, sind MILAN 2.0, MILAN 2.0 HUB und MILAN 2.0 POWER gezielt auf Evakuierung und Personenrettung ausgerichtet. Diese klare Zuordnung erleichtert die Auswahl eines Systems, das zur Gefährdungsbeurteilung und zum vorgesehenen Rettungsverfahren passt.




Welche Normen gelten für Abseil- und Rettungsgeräte?

Je nach Bauart und Einsatzbereich können für Abseil- und Rettungsgeräte unterschiedliche Normen relevant sein. Dazu gehören insbesondere EN 341 für Abseilgeräte, EN 1496 für Rettungshubgeräte und EN 12841 für seilunterstützte Zugangssysteme. Welche Norm für ein konkretes Produkt gilt, muss anhand seiner vorgesehenen Verwendung und Herstellerfreigabe geprüft werden.

Die Norm allein ersetzt jedoch weder die Gefährdungsbeurteilung noch das Rettungskonzept. Anwender müssen für das jeweilige Gerät und Rettungsverfahren ausgebildet sein und die vorgesehenen Abläufe regelmäßig trainieren. Dies gilt besonders für unterstützte Rettungen, Hubvorgänge und Evakuierungen aus komplexen Industrieanlagen.




Wie wählt man das passende Abseil- oder Rettungsgerät aus?

Die Auswahl richtet sich nach dem vorgesehenen Rettungsszenario, der erforderlichen Abseil- oder Hubhöhe, der Anzahl und dem Gewicht der zu rettenden Personen, der Arbeitsumgebung sowie der Qualifikation der Anwender. Zusätzlich müssen Seilkompatibilität, Bedienkonzept, Lagerung, Prüfintervalle und verfügbare Anschlagmöglichkeiten berücksichtigt werden.

Für professionelle Seilarbeit und kontrolliertes Abseilen können SIRIUS oder SPARK geeignet sein. Für industrielle Evakuierungen bietet sich das MILAN 2.0 an. Wird eine zusätzliche manuelle Hubfunktion benötigt, ist das MILAN 2.0 HUB die passende Ausführung. Für längere Rettungsvorgänge nach oben kann das MILAN 2.0 POWER mit elektrischem Antrieb entscheidende Vorteile bieten. Die endgültige Auswahl sollte immer auf Grundlage einer Gefährdungsbeurteilung und eines konkreten Rettungsplans erfolgen.

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